25.07.10
Mein Schreibtisch (in Stereo)
Im Sommerloch ist immer Platz für leicht bekömmlichen Zwischendurch-Content. Also hier mein Schreibtisch.

Das sieht alles bei weitem nicht so schick aus, wie die Arbeitsumgebungen, die ab und zu bei Minimal auftauchen. Aber ich würde behaupten, alle Hipster-Schreibtische sähen total anders aus, wenn da auch jemand tatsächlich arbeiten müsste.
Von links nach rechts:
- 22-Zoll Acer-Display
- Am Fuß: Cowon iAudio 7
- Am Fuß: Philips SHP1900, billige, aber total tolle Kopfhörer
- HP w2408h 24-Zoll-Display
- Dahinter: verdammt viele Kabel (wo haben die Hipster ihre Kabel versteckt?)
- Davor: HP-Tastatur, die mindestens genauso super wie alt ist
- Selbstgestückelte Hardware in Monster-Gehäuse (wird hoffentlich bald durch einen Shuttle oder Ähnliches abgelöst) mit aktuellem Ubuntu druff
- Davor: 2€-Logitech-Maus
- Davor: Motorola Milestone Android-Telefon
- Darüber: Bücher (unter anderem ein paar ungelesene aber einen belesenen Eindruck provozierende Reclam-Bücher)
Der Tower muss übrigens so stehen, weil alle Kabel rektal eingeführt werden und die Lüfter nicht gerne gegen Wände röcheln, was sie unter dem Schreibtisch täten.
Normalweise stünde da noch mindestens eine Aldi-Wasserflasche und ein Block + Kuli.
20.07.10
Apps für das iPhone, Eltern und Musik
Hallo, hier. Mir ist da gerade aufgefallen, how great the iPhone 4 really is. Es hat nämlich nicht nur Apps für das iPhone, sondern auch für Eltern und für Musik.
Der Reihe nach: Was wird wohl mit „Apps for the iPhone“ beschrieben? Klar, Applikationen, die auf dem iPhone laufen. Was wird dann wohl mit „Apps for Mums & Dads“ beschrieben? Richtig, Applikationen, die man auf dem persönlichen Erziehungsberechtigten seiner Wahl installieren kann. Oder vielleicht Apps, die von Mums & Dads genutzt werden können – wobei – nein, das ist zu abwegig. Dagegen ist es bei „Apps for Music“ ganz klar: Software, die von Musik genutzt wird. YEAAAH!
Ein unmissverständliches Zeichen, dass Apple in den absoluten Massenmarkt drängt. Nicht nur Köche oder Eltern werden bedient, sondern jetzt auch Musik, Managing Money und das iPhone selbst! Hallo Perpetuum Mobile.
13.07.10
Google App Inventor
Alles, was ich bis jetzt dazu zu sagen hätte, hat Jeff Jarvis schon gesagt:
App Inventor is also a brilliant competitive shot at Apple. Steve Jobs would never tolerate this as he won’t tolerate crap. So those companies and small business and teachers I listed above will have to go to the free space of Google’s Android to create. There’s a clear competitive differentiation. Google believes it will win by having more devices running its free OS and more applications running on them.
30.06.10
Übersemantifiziert?
HTML ist Semantik, klar. Es scheint aber nicht auszureichen, was herkömmliches HTML oder auch HTML5 an semantischen Beschreibungsmöglichkeiten bieten. RDFa oder Microformats sorgen dafür, dass Semantifizierungswütige etwas zu tun haben. In Wirklichkeit höre ich immer nur, wie jeder über RDFa redet, aber niemanden, der es tatsächlich einsetzt; ein paar Vorstöße hier und da einmal außer Acht gelassen. Ich habe an mir selbst bemerkt, dass es oftmals einfach zu viel ist. Eine Adresse mit dem address-Tag ausstatten? Meinetwegen, aber foaf:dies und foaf:das für jeden Schnipsel einfügen? Euch piept’s wohl! Mich kotzt es ja schon an, dass ich mir für jedes olle Bildchen einen Alternativtext ausdenken muss.
Für das hier und da Rumbloggen sind RDFa und Microformats einfach ein krasser Overkill, da können mir übereifrige Streber nichts erzählen. Bleibt noch das Gebiet Webanwendungen. Sehr gerne dürft ihr meinen Google-Kalender ordentlich versemantifizieren, meine Mails sinnvoll ummanteln oder das Adressbuch mit geriebenem Käse veredeln, da habe ich nichts dagegen. Nur was kommt dabei rum? Semantik wird meiner Meinung nach erst dann wichtig, wenn Maschinen öffentliche Daten lesen sollen. Kalender, Adressbuch, Mail-Ordner sind – bei mir zumindest – nicht öffentlich. Und wenn ich mit den Daten hantieren will, gibt es jeweils eine superduper Export-Funktion, die das alles toll semantisch in einem wirklich sinnvollen Format ausspuckt.
Ich halte diese Über-Semantik also nur bei öffentlichen Daten für sinnvoll. Und bei Daten, die von Webanwendungen erstellt werden. Holla, die Schnittmenge fällt klein aus. Fast so klein, dass man den Aufwand der Spezifizierung vielleicht noch einmal überdenken sollte.
Ich vertraue da lieber auf die Kraft des Kontexts und hoffe auf die Macht der Kontextanalysiermaschinendinger. Jede Information, die von Menschen generiert wird, ist durch ihren Kontext mit Semantik belegt und ich denke, diese Semantik lässt sich mit Maschinen lesen. Vielleicht nicht alles schon heute, aber bald. Bei der Suchmaschine zweifelt ja auch niemand mehr.
16.06.10
Mir ein iPad zulegen: Ja oder Nein?
Ich bin hin und hergerissen. Zum einen ist das iPad ein unleugbar cooles Gerät und es würde sich perfekt an das anpassen, was ich so den ganzen Tag über mache. Zum anderen ist da aber meine persönliche Abneigung gegenüber Apples Fascho-Scheiße à la iTunes und AppStore. Abgesehen davon, dass ich mich mit dem iTunes-Konzept nicht anfreunden kann, ist es mir aber auch gar nicht erst möglich, iTunes zu benutzen, denn das Stück mittelalterliche Software gibt’s nicht für meinen Pinguin. Zwar könnte man immerhin Filme und Musik auch mit den entsprechenden Plugins unter Linux transferieren, dennoch: das Wahre ist das nicht!
Alles Wenn und Aber einmal beiseite geräumt: Für mich käme ohnehin nur das links-oben Modell (16GB Wifi-only) in Frage. Hundert Öcken für Speicherverdopplung sehe ich nicht ein und 3G kann ich von meinem Android tethern. Darüberhinaus sehen die Wifi-only-Modelle auch noch besser aus, da keine Abdeckung für die Antenne vorhanden ist. Und Aussehen ist tatsächlich ein Argument; zum Beispiel auch das, warum ich mich nicht mit aktuellen und angekündigten Android-Tablets anfreunden kann. Die sehen durch die Bank einfach verdammt unschön aus. Mein Appell an Samsung, HTC, LG und Co: Bitte einmal kurz anstrengen und ein Produkt mit Klasse entwickeln!
Wenn irgendwann ein Android-Tablet angekündigt wird, das meinen Ansprüchen genügt, ist das schon gekauft. Wenn Steve Jobs es irgendwann einmal schafft, sein Syncing-Problem zu lösen und das iPad als Standalone-Computer nutzbar ist, here we are, dann können wir gerne noch einmal darüber reden, ob die Teile unsere PC-Trucks ersetzen können.
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