6.02.11

Postpiracy

DontMakeMeSteal.com zählt alles auf, was gegeben sein muss, damit ich mir Filme (auch anwendbar auf Musik) kaufe. Günstig und einfach muss es sein. Da hat die Industrie argen Aufholbedarf, denn fast alle genannten Punkte werden von ThePirateBay et al ganz gut bedient.

18.01.11

Statusupdate zu Working Draft

Ich habe jetzt endlich mein Audio-Equipment zusammen. Ein Beyerdynamics DT 297-Headset und ein Apogee One-Audiointerface. In der aktuellen Folge fehlte mir noch ein wenig die Zeit, um im Vorlauf alles feinzutunen, aber das dürfte sich in den nächsten Wochen nach und nach verbessern. Insgesamt hat mich der Spaß nun ein kleines iPad gekostet, wobei bisher 100€ von euch Hörern finanziert wurde, wofür ich mich gar nicht genug bedanken kann.

Meine Planungen für die Zukunft lassen sich kurz zusammenfassen:

  • Kapitelmarken
  • Paralleler Screencast
  • Post/Pre-Show

Das alles könnte man gut als Bonuscontent hinter eine Bezahlschranke setzen. Aber abgesehen davon, dass ich mir nicht sicher bin, ob es dafür überhaupt ausreichend Interesse gibt, habe ich dabei einfach ein ungutes Gefühl. Einmal zu produzierende Inhalte dadurch zu monetarisieren, dass man sie rar hält, ist irgendwie falsch.

Eine alternative Finanzierungsmöglichkeit wären Sponsoren. Sponsoring ist aber im Grunde auch nur Werbung und ich hasse Werbung. Was noch vertretbar wäre: Sponsoring durch einen Fachbuchverlag à la Galileo oder O’Reilly Deutschland. Durch derartige Sponsoren ist man in keiner Diskussion voreingenommen. Ethisch tolerierbar wäre das also für mich (und ich denke auch für die Höer). Naja, mal sehen.

Jedenfalls gibt es jetzt mal nach und nach diese oben genannten Bonusfeatures kostenlos dazu. Vielleicht werden Kapitelmarken, der Screencast, etc. ja auch gar nicht genutzt; dann muss ich mir auch den Aufwand nicht machen.

Ihr könnt ja mal in den Kommentaren ausführen, welche Verbesserungen ihr euch am ehesten wünschen würdet.

12.01.11

H.264 rauswerfen, Flash behalten – ein Widerspruch?

Ganz klare Antwort: Nein! Und eigentlich überrascht es mich schon, dass ich hier das „Warum nicht?“ überhaupt ausführen muss.

Googles Chrome-Browser verliert also den Support für HTML5-H.264. In den Kommentaren zum entsprechendem Blogeintrag melden sich überwiegend kritische Stimmen, die unter anderem anprangern, dass Google an dieser Stelle mit dem Banner „freie Technologien für das freie Web“ aufläuft, während das erz-proprietäre Flash weiterhin mit von der Partie ist. Überraschenderweise macht da auch der sonst nicht unintelligente Meister Gruber mit.

I don’t see how Google keeps Flash but drops H.264 in the name of “openness” without being seen as utter hypocrites.

Verstehst du nicht? Dann pass gut auf, ich erkläre es dir.

Der Chrome-Browser hat noch keinen besonders großen Marktanteil. In der HTML5-Videofrage reißt man aber nur etwas, wenn man Marktanteil hat. Ansonsten kann es sein, dass die Inhalte-Publizisten diesen einen Browser einfach übergehen. Chrome braucht also zunächst einmal mehr Nutzer und dass sich Google in der Hinsicht bemüht, sieht man schon an der aktuellen Fernseh(!)werbung.

Google kann allerdings so viel werben, wie sie wollen; wenn sie kein Flash mitliefern, werden sie kaum eine breite Nutzerbasis schaffen können. Derzeit ist Flash einfach mal noch der Standard. Punkt. Ohne Flash keine Nutzer, ohne Nutzer keine Stimmgewalt.

„Aber iPad und iPhone haben doch auch kein Flash und trotzdem hohe Absatzzahlen!“ Dass das ein vollkommen anderer Fall ist, muss wohl nicht weiter erklärt werden.

Die Flash-Diskussion ist vorbei, aus, entschieden. Da muss man nicht mehr strategisch agieren; Flash siecht ab jetzt einfach so vor sich hin. Die Frage ist jetzt, was danach kommt, die Frage, was Flash ablöst. Jetzt Flash den Boden unter den Füßen zu entziehen und dann keine allgemein unterstütze Alternative auffahren zu können, ist ja wohl keine Lösung.

Jetzt gilt es, die Wahl der Alternative auszufechten. Google hat sich mit dem Nicht-Support von H.264 nun klar positioniert. Für einen offenen Codec und gegen Lizenzkram. Ob es Google bei dieser Frage auch tatsächlich um Offenheit geht, möchte ich ehrlich gesagt in keinster Weise bezweifeln. Die Entscheidung, Flash trotzdem zu unterstützen hat damit aber rein gar nichts zu tun.

Mehr zu dem Thema dann am Montag in der kommenden Working Draft-Folge.

Update: Ein Gegenkommentar

9.01.11

node.js – Interessanter Gedanke

node.js, die erste brauchbare Realisierung von serverseitigem JavaScript (dank Googles V8-Engine), zerbricht ein paar Paradigmen herkömmlicher Webentwicklung.

Die offensichtlichen Vorteile liegen auf der Hand:

  • eine einzige Sprache auf Server und Client machen für den Entwickler einiges einfacher
  • einfaches Handhaben von Asynchronität dank der natürlichen Event-Drivenness von JavaScript
  • das unanstrengende JS-Prototypen-Modell auch auf dem Server
  • etc.

Ein interessanter Gedanke hatte mir noch gefehlt. Dieser Artikel verriet ihn mir:

Being able to run jQuery on the server is big win. What I plan to explore is the idea of replacing templates with pure html in some of my scripts. Instead of littering my code with expressions and code to be evaluated, I would like to do the equivalent of Unobtrusive JavaScript, and have a prototype document which is updated (in parallel!) by a number of scripts before the results are returned.

And now: Call me Captain Obvious :)

28.12.10

3D-Transforms-Problem #1: Keine 3D-Schatten

Ich habe in den letzten Tagen vermehrt mit 3D-Transforms experimentiert. Dabei sind mir einige Punkte aufgefallen, an denen man noch arbeiten muss. Klar, 3D-Transforms sind noch sehr jung – trotzdem wollte ich einfach mal sehen, wie weit man das schon produktiv nutzen kann.

Der einzige Browser, der die Geschichte schon annehmbar weit implementiert hat, ist der Safari; doch auch hier fehlt noch einiges. Die aktuelle Beta des Firefox 4 macht ziemlich vieles ziemlich richtig, aber auch manches ziemlich anders als Safari. Alle meine Beobachtungen beziehen sich also auf diese beiden Browser. Wobei in diesem speziellen Experiment beide Browser gleich reagieren.

Als kleine Fingerübung wollte ich zunächst einfach nur ein rotierendes Kärtchen basteln. Beim Klick auf einen Link soll dem entsprechenden Element nur eine Klasse zugewiesen werden und per CSS-Transitions wird dann gesteuert, wie der Übergang auszusehen hat.

Dieses Kärtchen hat man sehr schnell in sehr guter Qualität realisiert. Das schon eingebaute Easing bei den CSS-Transitions sorgt für ein smoothes Kartendreh-Erlebnis. Das Ergebnis sah dann so aus: Demo

Erstaunlich awesome. Das hätte ich so erst einmal nicht erwartet. Voller Euphorie dachte ich, man könne ja jetzt noch versuchen, einen Schatten hinzuzufügen. Also einfach box-shadow auf das sich drehende Objekt und siehe da: Der Schatten dreht sich mit. Schade!

Der box-shadow-Schatten wird wahrscheinlich einmal am Anfang berechnet und ist dann eben nur noch Pixelmasse. Für 3D-Transforms mit Transitions wäre ein dynamisch berechneter Schlagschatten deutlich besser geeignet. Natürlich würde das die Performance deutlich verschlechtern, aber hey, die Safari-Nutzer rennen doch sowieso alle mit mords den Grafikchips durch die Gegend. Um als Designer die Wahl zu haben, wäre vielleicht auch die Möglichkeit der Unterscheidung zwischen normalem box-shadow und dynamisch berechneten 3d-box-shadow sinnvoll. Bin mir da aber noch nicht sicher.

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