14.09.10
Erwachsene soziale Netzwerke
Google Buzz hat keinen Nutzen, face it! Googles scheinbar einziges Social Network, wieder ein Flop. Dabei hat doch Google mit dem Reader und Latitude zwei „Werkzeuge“, die man zwar nicht so nennt, es aber doch irgendwie sind: Soziale Netzwerke.
Die sog. Empfehlungen im Reader sind das betroffene Element. Ein kleiner Klick im Reader bewirkt das „Sharen“ des „Items“ unter allen „Mitlesern“. Zusätzlich kann man noch Kommentare anfügen. Hey, und schon hat man ein soziales Netzwerk mit wirklichem Mehrwert. Web 2.0 und Social Media, diese Buzzwordscheiße hat langsam ausgedient. Aus dem Hype sollte man jetzt lernen und erwachsene Software basteln, welche die Kernelemente der sozialen Interaktion dezent einfließen lässt. Der Google Reader tut genau das (wenn auch etwas zu inkonsequent; dazu später mehr). Ich will keinen neuen Account auf einer neuen Webzwonull-Site mit neuen Share und Like-Buttons und einer neuen Timeline, in die ich nun zusätzlich zu den anderen zwanzig auch noch schauen muss. Ich will, dass die Werkzeuge(!), die ich ohnehin schon benutze, so funktionieren, dass ich einen echten Mehrwert von dem sozialen Ge-Share und Ge-Like habe.
Mir ging ja schon die Co-Existenz meiner Twitter- und Facebook-Präsenz auf die Nüsse. Twitter hat sich durchgesetzt und ist mittlerweile das einzige soziale Netzwerk, das ich nur des „Sozialen“ wegen nutze. Angenehmer fühlt sich wie gesagt der Reader an, gerne auch in Ansätzen die Amazon-Wunschlisten und ich zähle sogar last.fm (oder je nachdem, wie sich das entwickelt auch: Ping) dazu. Seit dem Podcast zu Webapps höre ich dank Gerrits Tipp wieder öfter über den offiziellen (auch unter Linux nativen ;) last.fm-Client Musik. Zwar scheint das Empfehlungs-Radio für meinen Musikgeschmack nicht zu funktionieren, aber das Konzept stimmt. Lieder zu „lieben“ hat zum einen den persönlichen Nutzen für mich, dass mein Empfehlungs-Radio theoretisch exakter wird, zum anderen sehen dann auch alle meine Freunde, was ich geliebt habe und können dementsprechend auch mal reinhören.
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