9.10.10

Facebook Groups ist nicht das, was ich will

Was ich will und was demnach jeder andere auch wollen würde

Bei Facebook scheint es schon seit längerem Freundeslisten zu geben. Diese sind privat, d.h. einzig ich, der die Liste erstellt hat, weiß von deren Existenz. Vergleichbar ist das wohl mit Kontakt-Listen, mit denen man seine Adressbücher organisiert. Was ich nämlich nicht möchte, sind Listen, bei denen jeder sieht, dass er drin steht oder noch schlimmer: bei denen jemand anderes sieht, dass er nicht drinsteht. Warum ich das nicht möchte, sollte offensichtlich sein. Niemand will seine Freunde öffentlich in unterschiedliche Schubladen schieben. Im eigenen Kopf geschieht das jedoch dauerhaft.

Nun sind diese Facebook-Listen aber reichlich sinnlos, denn ich kann Freunde zwar in Listen schieben, aber an diese Listen keine Status-Updates schicken. Die Funktion ist also wie Facebook selbst: überflüssig.

Was Facebook macht

Das habe ich ehrlich gesagt noch nicht verstanden. Gruppen gab es schon länger (vgl. StudiVZ-Gruppen). Anscheinend ist der einzige Unterschied jetzt, dass ich nicht nur eine Gruppe gründe, sondern auch Freunde ohne deren Einwilligung hinzufügen kann. Diese erfahren das aber und wenn die Gruppe nicht „geheim“ ist, erfahren es auch alle anderen. Wenn ich dann etwas an bestimmte Leute verschicken möchte, muss ich mich in diese Gruppe bewegen und dort meinen Sermon entladen. Gruppen sind also überhaupt keine adressbuchartigen Listen, sondern Gruppen, wie sie es davor waren: seltsame geschlossene Zirkel. Leider bildet das nicht die Welt ab. Facebook-Freunde sind bekanntlich zum Großteil Bekannte und oftmals nicht einmal das. Manche dieser Nicht-einmal-Bekannten meinen aber, sie wären ein guter Freund (lies: Nicht-Facebook-Freund-Freund, sondern Echtwelt-Freund), ich meine das aber nicht. Soziale Verbindungen sind niemals in beide Richtungen komplett gleich. Die Facebook-Gruppen-Funktion basiert aber auf diesem falschen Prinzip.

Ich würde von mir behaupten, dass ich Twitter verstehe und auch erklären kann; anders als viele andere, die mit Twitter nichts anzufangen wissen. Mit Facebook verhält sich das scheinbar gegenteilig: Ich verstehe es stellenweise überhaupt nicht.

Kommentar verfassen

Textile-Hilfe

  • *stark*
  • _betont_
  • "Link":http://url.com/
  • bq. Zitatkasten
  • bc. Code-Block
Der Kommentar kann erst abgeschickt werden, wenn man mindestens einmal die Vorschaufunktion aktiviert hat.

Flattr

Blogrolle

Podroll

Soziale Netzwerke

Twitroll

PromoteJS

JS String .toUpperCase