1.02.10
iPad: Ein Yippieh und ein Oh no für Webdesigner
iPad, blabla, wir werden alle sterben, blabla, the future of computing, blabla. Was uns doch eigentlich interessiert, sind die Möglichkeiten und Einschränkungen, welche ein Erfolg des iPads für Webentwickler mit sich brächte.
Zuerst die gute Nachricht

Darauf hat die Welt gewartet. Während man seine Website-Portfolio-Bildchen bisher immer mit Browserfenster oder gar einem Laptop ausschmücken musste, hat man jetzt die Möglichkeit, die Werke in einem angemessenen Rahmen zu präsentieren. Und wenn das iPad sonst nur mittelmäßig wirkt; dieses Feature kann wirklich niemanden kalt lassen.
Und jetzt die schlechte Nachricht
Die Auflösung des iPad zählt 1024 Pixel in der Breite und 768 Pixel in der Höhe, oder anders herum, je nachdem wie man es hält. Das bedeutet, wir haben wieder ein Gerät, das nur Webseiten von maximal ca. 1000 Pixel Breite ohne horizontales Scrollen anzeigen kann. Nachdem in den letzten Jahren diese einstige Standard-Auflösung von den immer größer werdenden Breitformat-TFTs abgelöst wurde, sattelten viele um auf Websites mit breiteren Ausmaßen. Wenn das iPad tatsächlich irgendwann nennenswerte Nutzerzahlen aufweist, heißt es zurückschrauben.
Kommentare [3]
LexX Noel am 1.02.2010 um 14:56
So störend oder als Problem sehe ich das mit der 1024×768 Auflösung gar nicht mal. Viel störender für Mich ist der spiegelnde Bildschirm des iPad, das ist nicht gut für meine Augen.
Tim Baumann am 1.02.2010 um 16:40
Das horizontale Scrollen wird kein Problem sein, vor allem da man nicht scrollen muss. Als Webdesigner hat man beim iPhone die Möglichkeit ein Meta-Tag namens “viewport” zu setzen. Das iPhone nimmt dann die Seite und rendert sie so, als würde man sie in einem Browserfenster mit der angegebenen Breite betrachten. Im nächsten Schritt wird die Seite so skaliert, dass sie auf den Bildschirm passt. Da der Browser auf dem iPad, wie in der Keynote bei 14:00 zu sehen, anscheinend genauso funktioniert wie auf dem iPhone (Zwei-Finger-Zoomen und so), gehe ich davon aus, dass auch der iPad dieses Meta-Tag unterstützt. Und selbst wenn man horizontal scrollen müsste, ginge das recht elegant von der Hand. Dagegen hat man am Desktop nur die Wahl, den Weg zur unteren Scrollleiste zu gehen oder das Scrollrädchen nach rechts zu drücken (Nachteil: es gibt nur eine Geschwindigkeit, dauert oft recht lange, bis man angekommen ist).
Markus Schlegel am 2.02.2010 um 10:52
Kleiner Link dazu: 4 Ways the iPad changes Web Design Forever
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