24.12.10

Minimalistisches Produktdesign

Je mehr ich mir minimalistische Schreibtische oder Software anschaue, desto stärker wächst in mir das Gefühl, dass Minimalismus doch auch ziemlich affig sein kann. Dass ein Design erst dann fertig ist, wenn man keine Elemente mehr entfernen kann, ist meiner Meinung nach oft ein gefährlicher Spruch. Nämlich dann, wenn man „Können“ im Sinne von „imstande sein zu …“ interpretiert.

Wieder einmal gefestigt hat sich diese Ansicht beim Durchscrollen dieser Variationen bekannter Produktdesigns. Bei fast allen Beispielen liegt mein Favorit in der Mitte oder links, also bei den originalen Designs oder den leicht minimaleren Versionen. Nur von Schweppes, Red Bull und durex gefallen mir persönlich die ganz minimalisierten Varianten. Bei Nesquik, Toffifee, Nutella und Pringles finde ich die „Abbildungen“ des Inhalts durchaus wichtig (auch wenn diese Bilder nicht mehr viel mit der Realität gemein haben). Toffifee ist beispielsweise nicht so bekannt, dass jeder sofort ungesehen zugreifen würde. Bei dem Mr. Muscle-Dings scheint im Original der Einsatzort des Reinigers abgebildet zu sein. Das halte ich beim ersten Blick auch für eine wichtige Information.

Durch derlei Minimalkram mag sich eine Marke besser hervorheben. Das Produkt (immerhin geht es hier um Konsumwaren) kann darunter imho aber manchmal ziemlich leiden.

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