14.11.10
Podcatcher: Wie es ist und wie ich es will
Was vielleicht bekannt ist: ich höre ganz gerne Podcasts. Nicht nur gern, sondern auch viel. Dementsprechend viele Abonnements sind also auch in meinen Podcatchern gelistet. Der Plural im vorhergehenden Satz weist hier schon auf die Misere hin, denn ich habe die ideale Software noch nirgendwo gefunden.
Ich kann nicht genau sagen, ob ich das Medium falsch nutze oder ob mir die Podcatcher ein falsches Verhalten aufzwingen wollen. Jedenfalls lief das alles – als ich vor dem Krieg noch unter Ubuntu beheimatet war – wie folgt ab: Sämtliche Folgen aller Abonnements sind in einer einzigen Liste (vgl. unified Inboxes für E-Mail) nur nach Erscheinungsdatum geordnet. Keinesfalls und niemals irgendwann in meinem ganzen Leben möchte ich, dass die Items nach Abonnements gruppiert sind, so wie es mir iTunes vorsetzt.

Ich möchte das Medium Podcast wie die Artikel in meinem Feed-Reader benutzen können. Das muss nicht bedeuten, dass ich Aktualität mehr Bedeutung als der Quelle beimesse. Es ist nur so: Ich wahre gerne den Überblick und vor allem bei Podcasts ist es mir wichtig, dass ich von jeder einzelnen Folge jedes Abonnements zumindest den Titel gelesen habe und dann entscheiden kann, ob das Teil komplett gehört wird oder nicht.
Was nämlich das Problem der unsäglichen iTunesmäßigen Gruppierung nach Herkunft ist: Ich muss mich durch meine gesamte Liste an Items scrollen und jedes Abonnement einzeln auf Updates prüfen. Ich gebe mich hier mal als Steve Jobs und sage: „Nobody wants that!“
Noch schlimmer als bei iTunes ist es bei BeyondPod auf dem Android. Hier muss man sogar noch jedes Abonnement explizit anwählen, um dann den Aktualisieren-Knopf zu drücken und zu entscheiden, ob man jetzt gleich reinhört oder doch lieber fortfährt und die gleiche Prozedur auf die zwanzig anderen Abonnements anwendet.
Google Listen, ein Google Labs-Produkt (also Gottseidank noch Beta), ist an der Stelle auf dem richtigen Weg, verkackt es aber im nächsten Schritt gleich wieder und entpuppt sich als ebenso unbenutzbar wie all die anderen. Listen speichert die Abonnements in einem separaten Ordner im Google Reader. Grundsätzlich ist das nicht verkehrt, denn so kann man in gewohnter Google-Manier seinen Kram auf dem Desktop verwalten, alles synct automatisch und es bleibt mehr Zeit für Spaß. Jetzt ist es aber eben so, dass man manchmal seinen Reader nicht nur benutzt, um Abos zu verwalten, sondern um – große Überraschung: – Feeds zu lesen. Tut man das und scrollt dabei über eines der Listen-Podcast-Items hinweg, so wird dieses als gehört markiert und erscheint nicht mehr im Android-Client. Yay!
Kommentare [2]
simonnickel am 14.11.2010 um 22:53
Also ich hab mich nach langem ringen mit iTunes einigermaßen arrangiert und zwar so:
Die Podcast-Auflistung nutz ich nicht.
Ich hab eine Intelligente Wiedergabeliste mit folgenden Filtern: Typ:Podcast, Markiert, nicht abgespielt.
Es landet also erstmal alles in dieser Playlist, was ich gehört hab fliegt raus, mag ich etwas nicht hören klick ich das Häckchen weg.
In dieser Liste kann ich über den Spaltenbrowser nach „Alben“ filtern, nach Datum sortieren oder die anderen iTunes Darstellungsfails nutzen.
Hat sich für mich als das einfachste herausgestellt, wenn man iTunes ruhig bedient schafft man es auch fast den Beachball zu vermeiden.
Markus Schlegel am 15.11.2010 um 14:01
Vielen Dank für den Tipp. Scheint so zu funktionieren, wie ich mir das vorstelle.
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