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11.12.09

Twitter ist für Personen, nicht für Gruppierungen

Zu diesem Schluss bin ich jetzt endgültig gekommen. Es mag sein, dass einige von euch andere, positive Erfahrungen mit stellvertretendem Twittern gemacht haben. Ich jedenfalls tu’ mir immer schwer, für eine Gruppe – sei es ein Verein, eine Schulklasse oder sonst etwas – zu twittern. Ich habe mich wie immer gefragt, ob das an mir liegt, aber hier war ziemlich schnell klar, dass es einfach in der Natur der Sache liegt, dass man nur für sich selbst twittern kann. Mit twittern meine ich übrigens twittern und nicht Short News verfassen.

Abgesehen davon, dass man sich selbst nie komplett in die Gesamtheit der Vereinsmitglieder oder Klassenkameraden hineinversetzen kann, ist das Problem auch auf der anderen Seite ganz simpel: Gruppen reden nicht wie ein Mensch. Da Twitter aber genau darauf, auf einen Menschen, der etwas schreibt, ausgelegt ist, geht das repräsentative Getwitter fast immer schief.

Das soll nicht bedeuten, dass ich alle Twitterianer verteufle, die sich nach einer Gruppierung benennen. Ich verteufle nur das Twittern, als wäre man die Gruppierung selbst. Der Twitter-Stream des Webstandard-Magazins ist mir in der Hinsicht recht positiv aufgefallen. Da wird gar nicht erst versucht, wie die Gesamtheit der Redakteure zu klingen. Es twittern die Redakteure als Redakteure und man weiß dank der Kürzel am Ende immer, wer das gerade genau geschrieben hat. So kann man es machen, wenn den Redakteuren das gefällt. Mir würde es nicht gefallen, denn ich kann nicht im einen Moment mit der Stimme eines Redakteurs bei Magazin XY und das nächste mal wieder als Markus Schlegel twittern. Ich bin Markus Schlegel und mir bleibt nichts anderes übrig, wie dieser zu klingen.

Nebenbei: Meine Synapsen möchten mir gerade mitteilen, dass die Geschichte auch etwas mit Normalisierung zu tun hat.

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